Grenzfragen von Theologie, Naturwissenschaft und Technik

  Überschrift in einem Buch: "Theologies of the Digital" Urheberrecht: © Knut Wormstädt

Das Lehr- und Forschungsgebiet „Grenzfragen von Theologie, Naturwissenschaften und Technik“ entstand durch die Verstetigung der Stiftungsprofessur des Bistums Aachen, die es seit 2008 gibt. Es widmet sich Forschungsbereichen, in denen sich theologische und religionswissenschaftliche Fragestellungen mit denen anderer Wissenschaften überlappen. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei, ganz im Sinne der Ausrichtung der RWTH als einer integrierten technischen Universität, auf den Wechselwirkungen zwischen moderner Technik, naturwissenschaftlichem Fortschritt und individuellen sowie kollektiven Überzeugungen. Diese Grenzgebiete sind vielfältig und global ausgerichtet: Sie reichen von der wissenschaftlichen Reflexion naturwissenschaftlich und technisch induzierter Weltbilder über die Auswirkungen von religiösen und nichtreligiösen Überzeugungssystemen auf Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit bis hin zu theologisch-ethischen Bewertungen moderner Informations- und Biotechnologien.

In der Lehre sind die „Grenzfragen“ vielfältig engagiert: Es werden regelmäßig für alle Bachelorstudiengänge Einführungsveranstaltungen in den Bereichen Anthropologie und Ethik angeboten. Weiterhin liegt ein Schwerpunkt der Lehre auf dem Masterstudiengang „Theologie und Globale Entwicklung“, in dem sich die Studierenden unter anderem in den Bereichen der Religionswissenschaft, der entwicklungsbezogenen internationalen Zusammenarbeit und der Interkulturellen Theologie und Globalisierung Expertise aneignen. Ein drittes Standbein sind Lehrveranstaltungen, in denen theologische Gehalte und geisteswissenschaftliche Reflexionsformen an Studierende natur- und ingenieurswissenschaftlicher Fächer vermittelt werden. Inhaltlich ist das Fachgebiet den Teildisziplin Systematischen Theologie und Interkulturelle Theologie zugeordnet.

Zudem verstärken die „Grenzfragen“ die Forschungsschwerpunkte des Instituts: Die religionswissenschaftliche Expertise wird genutzt, um einen Beitrag zum Forschungsschwerpunkt 'Religion in der globalen Welt' zu leisten. Die systematisch-theologischen Interessen finden Eingang in den Forschungsschwerpunkt Theologie und Digitalisierung.