Systematische Theologie und Religionswissenschaft

  Überschrift in einem Buch: "Systematische Überlegungen" Urheberrecht: © Knut Wormstädt

Kulturen und Gesellschaften basieren auf weltanschaulich bedingten Normen und Werten, die jeweils komplexe Entwicklungsprozesse durchlaufen haben. Dabei bestimmen gemeinsame Weltanschauungen, wie Menschen Umgebung wahrnehmen, unter welchen Bedingungen sie in Beziehungen zu anderen eintreten und wie sie das daraus erwachsene Miteinander gestalten. Im Lehr- und Forschungsgebiet „Systematische Theologie und Religionswissenschaft“ werden diese Weltanschauungen hinsichtlich ihrer Begründungsmuster und Eigenlogiken reflektiert. Dabei wird danach gefragt, auf welcher Grundlage bestimmte Weltanschauungen handlungsleitend und wirklichkeitsformatierend werden. Außerdem rückt in den Fokus, wie bestimmte Zusammenstellungen von Werten die Gesellschaft beeinflussen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf religiös fundierten Weltanschauungen, wie sie beispielsweise im Christentum, im Islam oder im Buddhismus tradiert werden, zunehmend geraten aber auch säkulare Phänomene in den Blick. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Einflüssen, die naturwissenschaftliche und technologische Entwicklungen auf Menschen- und Weltbilder nehmen.

In der Lehre ist das LuF „Systematische Theologie und Religionswissenschaften“ in allen Studiengängen des Instituts involviert. Hierbei werden regelmäßig systematisch-theologische und religionswissenschaftliche Perspektiven miteinander verschränkt, um Veranstaltungen zu Gottesvorstellungen, zu religiösen Institutionalisierungen, zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zu typischen Überblicksthemen aus dem systematisch-theologischen (Wahrheitsfrage, Jenseitsvorstellungen) und religionswissenschaftlichen (Einführung in den Islam, Einführung in den Buddhismus) Kanon anzubieten.