„Leading by purpose?“

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Name

Daniel Schmitz

Promovend am Institut für Katholische Theologie

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Betreuer

Elmar Nass (Kölner Hochschule für Katholische Theologie)

 

Ökonomischer Erfolg durch sinnstiftende Unternehmensführung unter theologisch-ethischem Anspruch

Beschreibung:

Seit einigen Jahren tritt der Begriff des „Purpose“ eine steile Karriere in der Unternehmenswelt an – zu Deutsch: Daseinszweck, Sinn, den es sich als Unternehmen zu geben gilt. Mit der Sinnfrage ist aber zugleich ein theologisch-anthropologischer Topos angesprochen. Das Promotionsprojekt „Leading by purpose?“ soll daher an der Schnittstelle von betriebswirtschaftlicher Logik und theologischer Unternehmensethik Klärungen erreichen, was den Begriffsgehalt des „Purpose“ anbelangt, und Relevanzsondierungen vornehmen, inwiefern eine theologische Unternehmensethik von ökonomischer Seite überhaupt verstehbar sein kann.
Gerade eine am Menschen und seiner Lebenswelt interessierte Theologie und Ethik leisten so einen Beitrag in dem skizzierten Frage- und Diskursraum und wenden dabei nicht (nur) bisherige Soziallehre je neu an, sondern – und dies macht das innovative Moment dieser Promotionsidee aus – setzen sich ganz neu mit den anthropologischen, fundamentaltheologischen und ethischen Grundlagen und Phänomen der gegenwärtigen Transformationsprozesse auseinander und bringen ihre genuin theologischen Denkkategorien in den Diskurs ein. In dieser Denkrichtung formiert sich ökonomische Purpose-Logik zum ‚Framework‘, der durch theologische Plausibilisierung und Fortführung als ‚Bridgework‘ zu einer kriteriologischen Synthese gelungener Purposebildung führt, die ökonomischen Erfolg durch sinnstiftende Unternehmensführung unter theologisch-ethischem Anspruch verspricht.
So ließen sich etwa unter der oben beschriebenen Problemstellung virulent werdende Aspekte und neue Postulate von Sinn und Wert menschlicher Arbeit, von Erfüllung und Glück im Arbeitsleben, von Selbstverwirklichung und eigenem Scheitern, von Freiheit, von Anerkennung und Intersubjektivität, von Verantwortung für sich und andere, von Vertrauen analysieren, ggf. kritisch dekonstruieren und theologisch plausibilisieren und kontextualisieren. Dabei ist eine Übersetzungsleistung der sich daraus implizit ergebenen theologisch-ethischen Anforderungen in den betriebswirtschaftlichen Diskurs zu erbringen und es zeigt sich die Wichtigkeit eines methodisch breiten und komplementären Zugriffs, um die Relevanz ethischer und den Erfolg ökonomischer Perspektivierungen zum Purpose eines Unternehmens sicherzustellen.