Alternative Ansätze in der Versöhnung: Die Künste

 

Verantwortliche

Durchgeführt von: Isabel Meinhold
Betreuerin: Annette Meuthrath

 

Die Chancen von Photographie für Friedensförderung, Versöhnung und die Schaffung eines Dialogs in Georgien und Sri Lanka


Beschreibung:

Das Projekt befasst sich in erster Linie mit der Untersuchung von Versöhnung und den sogenannten weichen Ansätzen der Künste im Hinblick auf Versöhnungsforschung.
Ziel der Arbeit ist es zu zeigen, ob und inwieweit Photographie einen konstruktiven Beitrag zu Versöhnung, Friedensförderung und vor allem zum Dialog leisten kann. Der Fokus liegt dabei auf verschiedenen konfliktreichen Gesellschaften: Georgien, das Sezessionsgebiet Abchasien sowie Sri Lanka. Als Methode wurde die partizipative Fotografie gewählt.
Durch die Einbeziehung verschiedener Personen aus unterschiedlichen Ethnien/Religionen soll die Position des bisher stark verankerten Mediators innerhalb der Friedensforschung geschwächt und untersucht werden, inwieweit diese Methode die Rolle des Mediators in ihrer Gesamtheit übernehmen kann. Die eigenen Narrative der Teilnehmenden sollen erhoben und analysiert werden, und idealerweise soll ein sicherer Raum für den Dialog geschaffen werden.
Das Konzept der Versöhnung, seine Herkunft und Bedeutung in den jeweiligen kulturellen Kontexten wird im Detail ausgearbeitet. Ein genauerer Blick auf die bekannten Forscher Lederach und Galtung wird die Frage aufwerfen, ob Ansätze und Definitionen, wie die des positiven und negativen Friedens, aber auch der eruierten Konflikttransformation in der Versöhnungsforschung in Symbiose mit der Photographie, verifiziert werden können. Ziel dieses Ansatzes ist es, eine Antwort auf die Frage zu finden, ob die Künste, z.B. Photographie, als Friedensstifter in einem Konfliktszenario anwendbar sind. Der weiche Ansatz der Kunst soll kritisch untersucht und eine Theorie der Anwendung innerhalb des Versöhnungsprozesses entwickelt werden - zum Beispiel, in welcher Phase des Konflikts Photographie eingesetzt werden soll.
Dennoch werde ich versuchen, eine Aussage darüber zu treffen, ob eine erneute Eskalation des Konflikts durch den weichen Ansatz der Kunst vermieden werden kann. Ein ebenso wichtiger Aspekt ist die langfristige Erhaltung des Friedens und der Kultur des gerechten Friedens. Eine Frage, die sich hier stellt, ist, wie Kunst die Gesellschaft langfristig verändern kann und auf welchen Ebenen die Veränderung spürbar ist. Eine andere wichtige Frage ist die nach Identität und Identitätsveränderung durch nachhaltige Versöhnung.
Das Projekt zielt darauf ab, kunstbasierte Ansätze in der Versöhnungsforschung strategisch anzuwenden und das Potenzial der Fotografie für Vergebung, Heilung und Versöhnung zu untersuchen.