Projekt “Sterbehilfe”

Herausforderung Sterbehilfe: Theoretische und praktische Studienhilfen zum Thema “Selbstbestimmtes Sterben”

Interdisziplinäres Drittmittelprojekt: Prof. Dr. Ulrich Lüke (Lehrstuhl für Systematische Theologie); Prof. Dr. Guido Meyer (Lehr-und Forschungsgebiet für Religionspädagogik);  Prof. Dr. Lukas Radbruch (Lehrstuhl für Palliativmedizin).

  • Laufzeit: Oktober 2009 – März 2012
  • Gefördert von: Deutsche Krebshilfe
  • Förderungsrahmen: 250.000 Euro
  • Bearbeiterinnen: Dr. Annette Jantzen und Nicole Godolt

Das Richtziel des Projekts war es, unterrichtliche Materialien zum Thema Sterbehilfe/selbstbestimmtes Sterben im Rahmen der Aus-  und Fortbildung von Ärzten und Pflegekräften zu erarbeiten. Mit solchen Hilfestellungen sollte die Zielgruppe unterstützt und befähigt werden, sich fundiert mit dem Thema auseinanderzusetzen und kompetente Entscheidungen treffen zu können.

Forschungsplan

Daher waren die beiden Grobziele des Projekts, erstens eine kommentierte Sammlung von philosophischen, theologischen und anthropologischen Grundlagentexten der Kultur- und Geistesgeschichte zu erstellen und mit diesen zweitens kulturwissenschaftlich fundierte und praxisnah gestaltete Studienhilfen zu erarbeiten.

Der Forschungsplan sah vor, die schon bestehenden Curricula zum Thema Sterbehilfe zu sichten und auszuwerten, anonymisierte Fallvignetten und Gesprächsprotokolle zu analysieren und eine Systematisierung und Erschließung der gesammelten philosophischen und theologischen Texte zu leisten.

Das Ziel dieses Projekts, unterrichtliche Materialien zum Thema Sterbehilfe/selbstbestimmtes Sterben im Rahmen der Aus-  und Fortbildung von Ärzten und Pflegekräften zu erarbeiten, konnte durch folgende, vor Kurzem erschienen Publikationen verwirklicht werden:

Gut ausgelebt? Philosophische Anfragen an die Sterbehilfe

Ist Sterbehilfe die (erste) Hilfe für Lebende zum (beschleunigten) Sterben, die (letzte) Hilfe für Sterbende beim oder im Sterben, die (begleitende) Lebenshilfe sogar bis zum Sterben oder gar die (letzte) Hilfe für Sterbende zum Leben, zu welchem? Der hier vorliegende Versuch, Licht ins Sterbens- und Todesdunkel zu bringen, leuchtet Sterben und Tod gewiss nicht endgültig aus. Ganz unzweifelhaft ist diese Art philosophischer Notbeleuchtung aber ein manche dunklen Aspekte des Sterbens und des Todes erhellender Lichtblick.

 

Gut ausgelebt? Methodische Überlegungen und Anleitungen zum Umgang mit dem Thema Sterbehilfe

Die vorliegenden Unterrichtsmaterialien ergänzen den Leseband “Gut ausgelebt? Philosophische Anfragen an die Sterbehilfe”, der sich aus einer philosophischen Perspektive mit den letzten Fragen beschäftigt.

Die Materialsammlung liefert umfangreiche Impulse für den palliativmedizinischen Alltag. Die zahlreichen Texte und Übungen sollen Krankenpflegerinnen und Pfleger sowie Ärzte und Ärztinnen anregen und befähigen, einen reflektierten ethischen Standpunkt rund um die letzten Fragen einzunehmen.

Konzipiert für die Fort-, Aus- und Weiterbildung leisten die Unterrichtsmaterialien einen Beitrag zu einer ganzheitlichen Versorgung am Ende des Lebens.

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