Historische Theologie

Reformationsjubiläum 2017

Kirchengeschichte an der RWTH Aachen

Die Mitarbeiter des Arbeitsgebiets Kirchengeschichte am Institut für Katholische Theologie der RWTH Aachen University beteiligen sich mit einem breiten Spektrum von Aktivitäten auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene an den Feierlichkeiten zum und wissenschaftlichen Perspektiven auf das Reformationsjubiläum im Jahr 2017. Im Einzelnen sind dies folgende Publikationen, Vorträge und andere reformationsbezogene Aktivitäten der Jahre 2016 bis 2018: Reformationsjubilaeum_Kirchengeschichte_KT_RWTHAachen

Theologien der Kirche im Kontext der Konzilien der Neuzeit
Prof. Dr. Bernward Schmidt

Theologie der Kirche muss sich nicht zwingend auf den dogmatischen Traktat der Ekklesiologie beschränken. Vielmehr zeigt sie sich beispielsweise auch in der Reflexion auf Liturgie oder das Verhältnis der Kirche zu den je aktuellen Gesellschaften. Auch die Feier eines Konzils selbst kann mit ihrem Symbolgehalt zur Ausdrucksform eines bestimmten Kirchenbilds werden.
Die Konzilien der Neuzeit von Trient (1545-1563) bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) markieren diesbezüglich nur scheinbar Brüche; viel häufiger stehen sie in einer longue durée von Kontinuitäten. Diese Frage nach Kontinuitäten und Brüchen als Teil der Studien wird Gegenstand einer Vortragsreihe am Institut für Katholische Theologie und eines Studientages in Kooperation mit der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen im Wintersemester 2013/14 sein.
Zum Thema sind bereits erschienen: Bernward Schmidt, Die Konzilien und der Papst. Von Pisa (1409) bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965), Freiburg: Herder, 2013; Bernward Schmidt / Hubert Wolf (Hgg.), Ekklesiologische Alternativen? Monarchischer Papat und Formen kollegialer Kirchenleitung (15.-20. Jahrhundert), Münster: Rhema, 2013.

Altgläubige (katholische) Theologen und ihr Blick auf Martin Luther
Prof. Dr. Bernward Schmidt

Vorbereitung eines Forschungsprojekts zur Auseinandersetzung derjenigen Theologen mit der beginnenden Reformation, die Martin Luther nicht folgen wollten oder konnten. Theologische Traditionen und Denkformen, Kommunikationsformen und ihr Lutherbild werden unter anderem Gegenstand sein.
Demnächst mehr.

Proposition und Qualifikation als Praxis der römischen Buchzensur
Prof. Dr. Bernward Schmidt

Die theologischen Denkfiguren und Arbeitsweisen der Zensoren von Römischer Inquisition und Indexkongregation sollen Thema einer kleineren Studie sein. Wie formte man zusammenfassende Thesen aus einem Werk und welche Bedeutung hatten diese Sätze für ein Zensurverfahren? Was bedeuten die theologischen Wertungen, mit denen diese Sätze versehen wurden?
Das Ergebnis wird auf der 10. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit vorgestellt.

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