Biblische Theologie

 

 

QIQAJON: Bibelhebräisch-Lernen goes mobile
Prof. Dr. Simone Paganini und Dr. Annett Giercke-Ungermann

Die gegenwärtigen Generation von Studierenden erwarten dynamische und interaktive Arten des Wissens- und Kompetenzerwerbs. Dies gilt umso mehr für das Erlernen von alten Sprachen, die nicht mehr aktiv gesprochen werden. Gerade hier fällt es den Studierenden schwer, mit rein traditionellen Mitteln (Lehrbüchern, Arbeitsblätter) die in der LV vermittelten Inhalte auf- und nachzubereiten, da diese herkömmlichen Medien zumeist eher als demotivierend empfunden werden und eine unmittelbare selbständige Leistungskontrolle von Seiten der Studierenden nur sehr schwer realisiert werden kann. Um den Studierenden entgegenzukommen, wird daher ein E-Learning-Kurs zum Erlenen des Bibelhebräischen erstellt, welcher sich vor allem durch eine interaktive Oberfläche als auch durch eine attraktive sowie motivierende Lernumgebung auszeichnet.

Der E-Learning Kurs wird den gleichen Aufbau und Inhalt wie das Lehrbuch “QIQAJON: Bibelhebräisch-Lernen mit dem Jonabuch” haben und so optimal auf die Lehrveranstaltung ausgerichtet sein. Die Studierenden haben damit ab dem SoSe 2015 die Möglichkeit, sich die jeweiligen Inhalte selbständig (ergänzend zur Präsenzveranstaltung) erneut anzuschauen und einzuüben.

Folgende Aspekte werden dabei im Rahmen des E-Learning-Kurses umgesetzt werden:

  • Einbindung von Charakteren, durch die eine interaktive Verbindung zum Nutzer hergestellt wird;
  • Feedbackintegrierung bei Folien (Trigger, Folienschichten, Statuswechsel)
  • Einarbeitung von Variablen (z.B. Nutzung der Eingaben für den weiteren Verlauf des Kurses);
  • Tests zur individuellen Leistungsüberprüfung und Überprüfung des eigenen Lernfortschritts mit unmittelbaren Rückmeldungen;
  • Veröffentlichung als Download (Flash, iOS, HTML5) und damit auch offline nutzbar.

Induriel – Gamification in der universitären Lehre
Dr. Annett Giercke-Ungermann und Prof. Dr. Simone Paganini

Dieses Blended-Learning-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, intrinsisch motivierte Lernprozesse bei den Studierenden durch die Anwendung von webbasierten Spielmechaniken im Lehrkontext zu fördern. Dies geschieht unter Einsatz eines virtuellen Textadventure mit Quest- und Achievementsystem (Titel “Induriel”), welches auf einer webbasierten Plattform den Studierenden der Lehrveranstaltung “Einführung in die Theologie aus Biblischer Perspektive” ab dem WiSe 2015/16 zugänglich sein wird. Hier haben die Studierenden die Möglichkeit, orts- und zeitunabhängig die Präsenzveranstaltungen vor- und nachzubereiten, sowie sich eigenständig fachspezifische Inhalte und fachübergreifende Kompetenzen anzueignen.

Die Lernumgebung besteht dabei aus einem virtuellen Textadventure, einer E-Learning-Plattform, in welcher auch Chat-Möglichkeiten integriert werden, sowie realen Spielen in einer Präsenzveranstaltung, in denen die Studierenden unmittelbar in das Abenteuer eintauchen und in Teams spielerisch gegeneinander antreten. Innerhalb der E-Learning-Plattform und des virtuellen Textadventures lernen die Studierende Inhalte der Vorlesung eingebettet in eine Geschichte, in der sie Aufgaben (Quests) zu lösen haben.

 

Dead Sea Scrolls und Qumran
Prof. Dr. Simone Paganini und Dr. Steffen Jöris

Die Entdeckung und die Publikation der Handschriften vom Toten Meer vor mehr als 60 Jahren hat zahlreiche Forscher dazu bewegt, sich mit den Inhalten der einzelnen Handschriften, sowie mit der archäologischen Stelle von Kirbeth Qumran auseinanderzusetzen. Es geht dabei nicht nur um die Interpretation der einzelnen Texte, sondern mehr noch um deren Einbettung in den jüdischen und frühchristlichen Kontext.

Konkret entwickelt sich dieser Forschungsschwerpunkt in der Mitarbeit an dem Theologischen Wörterbuch zu den Qumran-Handschriften sowie in zahlreichen wissenschaftlichen Studien insbesondere zur „Tempelrolle“ und zum „Jubiläenbuch“.

Das eine Buch Jesaja
Prof. Dr. Simone Paganini

Die exegetische Forschung zum Jesajabuch hat in den vergangenen 2 Jahrzehnten ihre Aufmerksamkeit vermehrt auf das Gesamtbuch gerichtet. Der synchrone – rhetorisch orientierte – Zugang zum Buch erlaubt ein tieferes Verständnis der unterschiedlichen Teile der jesajanischen Komposition und deren theologische Valenz. Bis 2016 soll in Zusammenarbeit mit Prof. Guido Benzi (Universität Salesiana in Rom) ein Gesamtkommentar zum Jesajabuch entstehen.

Mose und die Rezeption des Gesetzes im Judentum des Zweiten Tempels
Prof. Dr. Simone Paganini

Die Rolle, welche Mose in der Bibel spielt, ist unmittelbar verbunden mit seiner Position als Vermittler der Tora. Bereits die innerbiblische Rezeption zeigt, dass es für die späteren Autoren unmöglich ist, von ihm abzusehen. Das gilt vor allem für Schriften, die sich auf die Tora oder auf einzelne Vorschriften beziehen, aber nicht eindeutig zu dem Vermittler dieser Vorschriften Stellung nehmen. In außerbiblischen Schriften aus dem palästinensischen Raum wird Mose unmissverständlich rezipiert und gleichzeitig in seiner Autorität entweder abgelehnt (Henoch) oder gemindert (Tempelrolle und Jubiläenbuch). In der Diaspora gilt Mose hingegen als musterhaftes Vorbild des perfekten Israeliten.

Das Buch Deuteronomium
Prof. Dr. Simone Paganini

 Das fünfte Buch der Tora galt als mehr oder weniger geordnete Ansammlung von unterschiedlichen Materialien, sodass sich die diachrone Entstehung des Buches als Hauptforschungsfeld etablierte. Ein gesamtes Bild des Buches erlaubt dennoch nicht nur intertextuelle Verlinkungen wahrzunehmen, sondern vor allem eine interne Kohärenz sowohl in der Sprache als auch in der Theologie zu erkennen.

Hebräische Sprache
Prof. Dr. Simone Paganini, Dr. Annett Giercke-Ungermann

Die didaktische Vermittlung der hebräischen Grammatik gerade in Zeiten, wo die Anzahl der Unterrichtstunden immer geringer wird, ist eine ständig wachsende Herausforderung, der man sich stellen soll. In einer sich stets entwickelnden Dynamik zwischen Übungen und Feedback der Studierenden wird versucht, dieser Situation Rechnung zu tragen. Sowohl der konkrete Unterricht als auch die konzipierten Lehrbücher werden ständig aktualisiert, umformuliert und zum Teil neu geschrieben.

 

Prophetenbilder im Zwölfprophetenbuch
Dr. Annett Giercke-Ungermann

Ziel des Projektes ist es, Strategien und Funktionen in der Darstellung von Prophetenfiguren in den einzelnen Schriften des Zwölfprophetenbuches mit Blick auf die darin entworfenen Prophetenbilder sowie den literarischen und theologischen Horizont der einzelnen Texte herauszuarbeiten und darüber hinaus auch im Kontext des Zwölfprophetenbuchs als schrift- und textübergreifendes Gestaltungsmittel auszuwerten. Damit leistet die Untersuchung einen Beitrag zur aktuellen Debatte rund um den Charakter des Zwölfprophetenbuchs als auch der biblischen Prophetie.

 

Historischer Jesus
Prof. Dr. Simone Paganini, Dr. Steffen Jöris

Die historische Jesusfrage ist nach wie vor fester Bestandteil der neutestamentlichen Wissenschaft. Dabei setzt die Forschung vor allem auf diachrone Herangehensweisen, um die Texte des NT kritisch nach Spuren des historischen Jesus zu betrachten. Eine neue Herausforderung für die Forschung wird jedoch die Kombination von synchronen und diachronen Untersuchungen sein, um neue mögliche Ansätze und Erkenntnisse für die historische Jesusforschung zu gewinnen. Auch die Entdeckung der Dead Sea Scrolls hat zu einer verbesserten Quellenlage geführt, welche auch für die historische Jesusforschung von enormer Bedeutung ist.

 

Das Königreich Gottes im Spiegel der eschatologischen Naherwartung?
Dr. Steffen Jöris

Die Worte vom Königreich Gottes und dessen Kommen im Neuen Testament faszinieren auch weiterhin die Wissenschaft und ihre theologische Brisanz hält bis zur Gegenwart an. Dabei bildet vor allem die Frage nach der Natur des Königreichs und „dem Zeitpunkt“ seines Kommens einen Hauptbestandteil der Exegese. Dabei ist es für die biblische Theologie unerlässlich den Begriff „Königreich Gottes“ aus seiner geschichtlichen und literarischen Tradition mit besonderem Blick auf die jüdischen Schriften zu verstehen.

Das Markusevangelium
Dr. Steffen Jöris

Das „erste“ Evangelium hat seit jeher die Bibelwissenschaft beschäftigt. In frühester Zeit wurden vor allem synchrone Herangehensweisen benutzt, um den Text zu erschließen. Dabei gilt es auch einen Blick auf die literarische Umwelt des Evangeliums und die Bezüge zum Alten Testament zu deuten und diese aus einer synchronen Leseweise dieses neutestamentlichen Texts zu verstehen.

© Institut für Katholische Theologie der RWTH Aachen | Webdesign: XIQIT GmbH
Kontakt | Impressum | Datenschutz