Forschung

 

Des vielen Büchermachens ist kein Ende…
(Koh 12,12)

Theologie als Wissenschaft ist ständig in Bewegung. Sie greift neue Ansätze und Fragestellungen auf, sie entwickelt Theorien und Methoden und erschließt dabei ebenso Verbindungen zu anderen Fachgebieten.

Hier können Sie sich über aktuelle und bereits abgeschlossene Forschungsvorhaben der einzelnen Fachbereiche informieren.

Neueste Publikationen aus dem Institut:

Patrick Becker:

Jenseits von Fundamentalismus und Beliebigkeit
Zu einem christlichen Wahrheitsverständnis in der (post-)modernen Gesellschaft

Auch in der katholischen Kirche nimmt ein Lagerdenken zu: eine „moderne“, „linke“ Seite gegen eine „konservative“, „traditionalistische“. Becker zeichnet nach, wie sich die Kontroverse um die zugrunde liegenden ungleichen Wahrheitsverständnisse durch die europäische Philosophiegeschichte zieht. Er nimmt so der innerkirchlichen Polarisierung die Schärfe und zeigt, wie das vorherrschende relativistische Wahrheitsverständnis mit dem Wahrheitsanspruch der christlichen Botschaft vereint werden kann.

Erscheint am 19.06.2017: Verlag Herder, ISBN: 978-3-451-37659-7, 384 Seiten, 38,- Euro

Bernward Schmidt (Hg.):

Kontinuitäten und Brüche. Trienter Konzil und Zweites Vatikanisches Konzil im Gespräch (2015)

Große Konzilien werden häufig als kirchenhistorische Zäsuren dargestellt: Das Trienter Konzil – Antwort auf die Reformation und Bruch mit dem Mittelalter? Das Zweite Vatikanische Konzil – Antwort auf die Herausforderungen der Moderne und “Abschied von Trient”? Die Beiträge dieses Bandes fragen nicht nur nach den Brüchen, sondern auch nach historischen und theologischen Kontinuitäten über die Jahrhunderte hinweg. Das Trienter Konzil (1545-1563) und das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) sind alles andere als abgeschlossene Kapitel der Kirchengeschichte. Allen theologischen Disziplinen, aber auch Historikern oder Politikwissenschaftlern bieten sie Stoff zum Forschen  und Weiterdenken.

Mit Beiträgen von Patrick Becker, Lea Brüll, Hans Jörg Fahr, Hans-Peter Großhans, Ulrich Lüke, Guido Meyer, Simone Paganini, Frank Pohle, Ralph Rotte, Bernward Schmidt, Nicole Stockhoff, Stefan Voges und Josef Wohlmuth.

Einhard-Verlag: ISBN 978-3-943748-34-5; 395 Seiten.

Steffen Jöris: The Use and Function of genea in the Gospel of Mark: New Light on Mk 13:30

Inmitten des apokalyptischen 13. Kapitels des Markusevangeliums findet sich die Aussage Jesu, dass „diese genea nicht vergehen wird, bis alle diese Dinge geschehen sind“ (Mk 13,30). Dabei war die Bedeutung des Schlüsselbegriffs genea in der exegetischen Forschung umstritten. Diese Studie kommt nach philologischen und exegetischen Untersuchungen zu dem Schluss, dass der Autor des Evangeliums den genea-Begriff an mehreren Stellen als Terminus für bestimmte Gegner Jesu entwickelt. Damit wird dieser Terminus bewusst vom Autor an mehreren Stellen eingesetzt, um den zentralen Aspekt der „Nachfolge“ innerhalb des Evangeliums zu stärken.

In the midst of the apocalyptic chapter of Mark 13, the author has Jesus uttering the saying that “this genea shall not pass away until all these things have been fulfilled” (Mk 13:30). The use and function of the key term genea is a highly disputed topic. By means of a philological and exegetical study, it is proven that the author of the gospel uses the term genea consistently to denote certain opponents of Jesus that challenge him on various matters, especially on discipleship. Therefore, the term is used to strengthen the central theological motif of discipleship within the gospel.

Echter Verlag: ISBN 978-3-429-03838-0; 290 Seiten; € 30

Christiane Helene Heinrich (Hrsg.):

Pater Johannes Günter Gerhartz SJ:
Wege zum Leben. Beiträge zum Christ-Sein im ignatianischen Geist.

Pater Gerhartz, ehemaliger Provinzial und Generalsekretär des Jesuitenordens in Deutschland, hat in Zusammenarbeit mit Christiane Helene Heinrich sein Lebenswerk aufgeschrieben und lädt dazu ein, sich auf den Weg zu machen zu einer Reflexion in religiösen, theologischen und spirituellen Fragen zu Themen wie z. B. der „Kunst eines christlichen Lebens“, welche einen besonderen Blick beinhalten in Richtung aktuell kontrovers diskutierter Streit- und Standpunkte der katholischen Kirche.

einhard verlag: ISBN 978-3-943748-26-0; 289 Seiten; € 19,80

Ulrich Lüke (Hrsg.): Tod – Ende des Lebens!?

Buchcover "Tod - Ende des Lebens?!"Nichts ist so sicher, eben so todsicher, wie der Tod. Und kaum etwas ist rational, emotional, sozial so sperrig wie der Tod. Das Görres-Institut für interdisziplinäre Forschung hat  seiner Grundsatzbestimmung folgend  aus zehn verschiedenen Perspektiven den Tod in den Blick genommen und versucht, sich ihm soziologisch, historisch, medizinisch, thanatologisch, juristisch, philosophisch, theologisch etc. zu nähern. Es wird erkennbar, dass beim Thema Tod eine saubere Trennung von existentiellen und empirischen Dimensionen kaum möglich ist. Umso mehr erscheint es notwendig, sich diesem Phänomen aus so verschiedenen Perspektiven zu nähern, wie hier geschehen.

Mit Beiträgen von Heinz Angstwurm, Karl Gabriel, Christian Hillgruber, Ludger Honnefelder, Ulrich Lüke, Hubertus Lutterbach, Peter Neuner, Florian Rauch, Matthias Remenyi, Eberhard Schockenhoff und Peter Volek.

Verlag Alber: ISBN 978-3495486313; 224 Seiten; € 25,–

Buchcover "Die Zukunft von Religion und Kirche in Deutschland"Patrick Becker und Ursula Diewald (Hrsg.):

Die Zukunft von Religion und Kirche in Deutschland. Perspektiven und Prognosen

Die Situation der Religionen in Deutschland ist komplex. Während Religiosität im weitesten Sinne nicht zu eliminieren ist, haben die Kirchen sich allem Anschein nach mit einem beständigen Relevanzverlust abgefunden. Wie verändert sich die Ausdrucksweise von Religiosität? Wie wird sich die religiöse Landschaft in den nächsten Jahrzehnten entwickeln? Der Band versammelt Blickrichtungen auf die Entwicklung von Religion und Kirche in Deutschland und legt so eine umfassende Zukunftsprognose vor.

Mit Beiträgen von Bekir Alboğa, Patrick Becker, Michael N. Ebertz, Christiane Florin, Karl Gabriel, Olaf Glöckner, Hans-Joachim Höhn, Isolde Karle, Klaus Kühnen, Gesche Linde, Reinhard Marx, Christa Nickels, Ulrich Ruh, Clauß Peter Sajak und Dirk Tänzler.

Verlag Herder: ISBN 978-3-451-33299-9; 224 Seiten; € 16,99

Warum praktizieren Christinnen und Christen eine östliche Meditationsform, wie Zen oder Vipassana?

In ihrer neuesten Publikation untersucht Annette Meuthrath, Privatdozentin in der systematischen Theologie, christliche Meditationspraxis. Sie fragt, ob man mit ihr auch den Ursprungsreligionen der geübten Meditationsform begegnet, dem Buddhismus oder Hinduismus. Sie will wissen, was dies für den christlichen Glauben bedeutet, ob die Meditationspraxis die Glaubensvorstellungen der Christinnen und Christen, ihr Gottesbild oder ihr Weltbild verändert. Dabei interessiert die Autorin u.a. auch, ob es zu religiösen Mehrfachzugehörigkeiten kommt oder Christinnen und Christen aufgrund ihrer Meditationspraxis zu einer anderen Religion konvertieren.

Das Buch ist im Lit-Verlag erschienen und für 39,90 Euro im Buchhandel erhätlich.

Annette Meuthrath: Wenn ChristInnen meditieren. Eine empirische Untersuchung über ihre Glaubensvorstellungen und Glaubenspraxis, Münster 2014, 376 S., ISBN 978-3-643-12267-4

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